Cluster-Kopfschmerzen


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Bei Cluster-Kopfschmerzen handelt es sich um meist extrem starke Kopfschmerzen, die bei vielen Betroffenen in Serien von kurzen Schmerzattacken auftreten.

Durch ihre Einseitigkeit haben die Cluster-Kopfschmerzen eine gewisse Ähnlichkeit mit Migräne und werden häufig auch mit dieser verwechselt. Aber Cluster-Kopfschmerzen unterscheiden sich auch in wesentlichen Aspekten von Migräne, beispielsweise in ihrer relativ kurzen Dauer aber stark gehäuftem Auftreten.

Bei Cluster-Kopfschmerzen können die einzelnen Attacken von alle zwei Tage bis hin zu acht Mal am Tag auftreten. Nach einer Phase mit häufigen Kopfschmerz-Attacken ist dann häufig wieder eine Pause von mehreren Monaten bis hin zu Jahren.

Der einzelne Clusterkopfschmerz-Anfall kann von einer Viertelstunde bis hin zu drei Stunden dauern.

Oft treten die Schmerzen direkt nach dem Schlafen auf. Häufig kommt es nach ein bis zweistündiger Schlafdauer zu einem Anfall, oder Morgens und manchmal auch mittags.

Die Schmerzen sind bei Cluster-Kopfschmerzen ausgesprochen stark. Viele der Betroffenen schaukeln während eines Anfalls mit dem Oberkörper, um die Schmerzen besser ertragen zu können. Manche der Schmerzgeplagten gehen auch auf und ab.

Häufig treten die Schmerzen vor allem um ein Auge herum auf, manchmal auch im Bereich des Hinterkopfes.

Ausser den Schmerzen kann es auch zu geröteten, tränenden Augen kommen, zu Lid-Schwellungen und verengten Pupillen. Manchmal läuft auch die Nase während eines Anfalls.

Ursachen des Cluster-Kopfschmerzes

Due Ursachen des klassischen (primären) Cluster-Kopfschmerzes sind bisher nicht geklärt.

Man vermutet, dass der Kern des Problems im Bereich des Hypothalamus liegt.

Von dort aus kommt aus unbekannten Grünen der Hirnstoffwechsel aus dem Gleichgewicht, der Trigeminusnerv wird gereizt und die Blutgefässe im Gehirn entzünden sich.

Als Auslöser für Anfälle oder Serien von Anfällen können verschiedene Faktoren beitragen.

Typische Auslöser sind:

  • Flackerlicht
  • Nitroglycerin als Angina-Pectoris Medikament
  • Verschiedene Gerüche
  • Laute Geräusche
  • Hitze
  • Starke Emotionen
  • Anstrenung
  • Histamin in Nahrung oder durch Allergien
  • Glutamat
  • Käse
  • Tomaten
  • Schokolade
  • Orangen
  • Alkohol
Die verschiedenen Betroffenen reagieren sehr unterschiedlich auf die einzelnen potentiellen Auslöser. Manche sind davon stark betroffen, andere weniger und wieder andere gar nicht.

Sekundärer Cluster-Kopfschmerz

Cluster-Kopfschmerz kann jedoch auch eine Folge von anderen Erkrankungen sein.

In diesen Fällen ist die Ursache nach einer sorgfältigen Diagnose durchaus bekannt.

Mögliche Ursachen für diesen sekundären Cluster-Kopfschmerz können beispielsweise sein:

  • Schlaganfälle
  • Tumoren
  • Hypophysenadenome
  • Aneurisma (Gefässausbeulungen)
  • Verletzungen im Hirnstamm
  • Plaques im Hirnstamm
  • Infektionskrankheiten
Wenn Cluster-Kopfschmerzen neu auftreten, sollte man sich also gründlich vom Facharzt untersuchen lassen, um die oben genannten Ursachen ausschliessen zu können.

Behandlung

Aufgrund der extremen Stärke der Schmerzen kommt man mit normalen Schmerzmitteln nicht weit.

Mit medizinischen Mittel kann man den primären Cluster-Kopfschmerz bislang auch nicht heilen.

Die starken Schmerzen verlangen jedoch nach ärztlich verordneten Schmerzmitteln, am besten durch eine spezielle Schmerzambulanz.

Im akuten Anfall kann man eine gewisse Linderung durch folgende Massnahmen bzw. Medikamente erzielen:

  • Reinen Sauerstoff inhalieren
  • Lidocain durch die Nase zuführen (intranasal)
  • Triptane
Bei manchen Betroffenen helfen auch alternative Massnahmen:
  • Vitamin-B Komplex
  • Magnesium-Präparate
  • Taurin-Präparate
  • Tee-Extrakte
  • Viel Wasser trinken
  • Energiegetränke
  • Andere Ernährung
Diese Mittel sind jedoch umstritten und wirken nur bei manchen Betroffenen.

Vorbeugung

Erstaunlicherweise gibt es Medikamente, die man zur Vorbeugung von künftigen Cluster-Kopfschmerz-Attacken einsetzen kann.

Folgende Medikamente kommen zur Vorbeugung von Cluster-Kopfschmerzen in Frage:

  • Verapamil
  • Prednisolon
  • Methysergid
  • Lithiumkarbonat
  • Topiramat
  • Valproinsäure
  • Ergotamin

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